„Ihr alle
seid Kinder des Lichtes
und Kinder des Tages“

Jesaja 60,1

Das Jahr geht bald zu Ende

Hallo Ihr Lieben,
das Jahr schreitet mit Riesenschritten seinem Ende entgegen und wie immer in dieser Jahreszeit scheint die Zeit noch schneller zu verfliegen als normal. So liegen auch unsere letzten großen Konzerte bereits hinter uns.
Am 10.10. waren wir in der Petruskirche in Ovelgönne zu Gast – ein Termin, der nach unserem Adventskonzert im letzten Jahr zustande kam. Dort zu singen hatte etwas von „back to the roots“, weil Eikes Workshopleiter-Karriere dort begann und letztlich auch das spätere Engagement im Bereich der Stadt Celle hier einen Anfang nahm. Es hatte aber auch etwas von klein und intim, fast ein Wohnzimmerkonzert, einfach weil die Räumlichkeit nicht so groß und weitläufig ist und man als Singende und Zuhörende einander gut im Blick hat. Wir hatten einen sehr schönen und durchaus bewegten Abend. Es ist total faszinierend, wenn am Ende oder Tage später man etwas hört, von jemandem, der äußerlich eher unberührt wirkte, wie sehr ihn Worte und Lieder im Inneren angesprochen und eben da bewegt, etwas in Gang gesetzt gar, haben.

Einen Monat später ungefähr, am 07.11. waren wir wieder im Westkreis unterwegs, diesmal in der Katholischen Kirche Hl. Kreuz in Winsen. Ursprünglich für Hambühren geplant, dort aber wegen Terminkollision mit der Messe nicht machbar, war Winsen das Ausweichquartier. Eine Kirche mit einer nicht einfachen Akustik für einen Chor wie uns und dementsprechend gespannt begannen wir. Würden sich die schnellen Songs selbst überholen und unseren Zuhörern eher ein gequältes Lächeln entlocken statt viel Freude? Glücklicherweise waren unsere Sorgen unbegründet, bereits von Anfang an war eine tolle Stimmung. Die schnelleren Songs reizten zum Mitsteppen und bei eher getragenen Liedern passten Raum und Klang erfüllt zusammen. Bei „Let me fly“ war Schweben dann auch vorprogrammiert.

Zwischen diesen beiden Konzertterminen gab es auch einen Bethesda-Termin, den einzigen in diesem Teil des Jahres. Die Seniorenresidenz „Gutshof Bostel“ hatte uns bereits zum dritten Mal eingeladen dort zu singen, eine Einladung, der wir gern gefolgt sind. Obwohl noch Oktober, war der Tag schon etwas novemberig, eher verhangen und nicht ganz hell. Umso heller wurde er für uns und sichtbar auch für unsere Zuhörer für die halbe Stunde unseres Singens. Und da immer etwas von den Klängen nachhallt, auch darüber hinaus.
Bei Kaffee und Kuchen durften wir danach den Nachmittag ausklingen lassen. Herzlichen Dank dafür!

Und nun? Was steht noch an, jetzt wo das Jahr fast vorüber ist, die Kalender für 2016 uns in jedem Geschäft ins Auge springen?
Proben, natürlich. Immer mal wieder mit etwas Veränderung, andere Sitzordnung, spannende „Letzte-Halben-Stunden“-Aufgaben und mit dem Üben fürs letzte größere Event in diesem Jahr, unsere Advent-Kurzkonzerte. Dreimal am 12.12. jeweils eine halbe Stunde, dieses Mal wieder in Celle. Ein traditioneller Termin schon fast, auf den wir uns besonders freuen.
Eine letze Probe im Jahr am 14.12., die immer anders ist als normale Proben, kürzer, oft mit Rückblick und Ausblick und immer mit kleinen Leckereien zum Abschluss.
Und ein kleiner Termin (klein wegen der Räumlichkeit, in die nicht alle von uns passen, so dass es fast wie ein Bethesda-Auftritt sein wird) am 16.12. zu einer Andacht in der Kapelle des AKH.

Dann werden wir in die Weihnachtspause gehen, die natürlich wichtig und nötig ist (und doch manch einem oder einer wie eine kleine Ewigkeit gefühlt vorkommen wird), um ab dem 11.01.2016 wieder etwas vom „Heavenly Light“ zu hören und weiterzugeben.

(Bericht von Diana)


„Alle,
die sich von Gottes Geist
leiten lassen,
sind Gottes Kinder“

Johannes 1,12

Von Privilegien und anderen Dingen

Gemüse – Neue Welten – Befürchtungen – neue Aufgabe – Privileg – das sind meine Stichworte für diesen Blogeintrag.
Vielleicht ahnen die ein oder anderen jetzt schon, worauf sich die Worte beziehen und zu welchen vergangenen Terminen sie gehören.

Gemüse: Chorsingen ist gesund, das weiß man schon länger, das ist wissenschaftlich nachgewiesen und jeder von uns im Chor weiß es sowieso. Beim Bethesda-Termin am 06. Mai 2015 im Pflegeheim Wahl in Wietze lernten wir, dass zum Singen auch Gemüse gehören kann.
Herr Harms überreichte nach dem Auftritt jedem von uns ein in Opernmusikerkreisen als Triumphgemüse bekanntes Dankeschön, nämlich eine Rose. Neben dem Gefühl des dort sehr herzlich Aufgenommen- und Willkommenseins und der netten Kaffeerunde am Ende des Singens wird dieser Begriff uns unvergesslich sein.

Neue Welten: um so etwas zu entdecken, brauchen wir gar keine Reise im Raumschiff, uns ging es schon so beim diesjährigen Chorsamstag am 09. Mai. Denn statt wie sonst in der Kirche probten wir im Gemeindesaal. Was uns nicht nur eine völlig neue Perspektive (Blick aus den Fenstern ins Grüne) und eine andere Nähe zueinander und zu Chorleiter und Musikern bescherte, sondern auch eine ganz andere Klangwelt. Da das so gut gefiel, proben wir nun regelmäßig im Gemeindesaal. Fürs Üben und Lernen profitieren wir alle davon, dass kleine Unsicherheiten (okay, manchmal auch größere ;-) ) gut zu erkennen sind von Eike. Und freuen uns umso doller, wenn wir bei den neu eingeführten besonderen halben Stunden am Ende der Probe in der Kirche den dortigen tollen Klang genießen dürfen.

Befürchtungen: hat man auch als Chor manchmal, klar. Ob alles klappt, ob die Texte sitzen, ob Zuhörer kommen bei Auftritten oder ob wir den Auftritt so schaffen wie gedacht.
Dass unsere Gastgeber einem Termin mit Besorgnis entgegensehen, das allerdings war neu für uns. Die Seniorengruppe der St. Hedwig-Kirche in der Marienwerder Allee hat sich seitdem wir das erste Mal dort zu Gast waren arg verkleinert, so dass manchmal nur sieben Senioren teilnehmen. Daher hatte Frau Dedolf die Befürchtung, dass es uns zu wenige Zuhörer sein könnten bei unserem Termin am 10. Juni, was sie uns nach dem Kurzkonzert verriet. Wir haben diese Sorge hoffentlich zerschlagen können, auch für die Zukunft, denn es ist egal, ob wir für 7, 10, 20 oder viele mehr singen. Wenn wir zudem so herzlich aufgenommen sind und mit so warmen Worten empfangen werden, dann zeigt das immer wieder die Richtigkeit unseres Bethesda-Projekts.
Übrigens waren es etwas über 20 Zuhörende, die sich hatten von der Aussicht auf Musik und Kaffee und Kuchen hatten locken lassen :-)

Am 09. Juli waren wir mit dem Bethesda-Projekt ein letztes Mal vor der Sommerpause unterwegs und zwar bei den Senioren der Katholischen Kirchengemeinde in Hambühren.
Von diesem Auftritt stammt mein Stichwort der neuen Aufgabe. Gestellt wurde diese uns vom stellvertretenden Pfarrer, der als gebürtiger Pole unsere englischen Texte nicht in Gänze verstehen konnte und augenzwinkernd meinte, er könne da eher mithalten, wenn wir beim nächsten Mal einen Gospel in
Russisch vortragen würden.

Ein wichtiger Termin aus der ersten Jahreshälfte fehlt noch. Am 10.5. gestalteten wir mit Frau Pastorin Greunig und Team einen superschönen Familiengottesdienst in der Pauluskirche. Passend zum Muttertag ging es inhaltlich um Martha und Maria, ums immer beschäftigt sein und ums still werden und zuhören. Von dem Privileg der Liebe Gottes zu uns war die Rede. Wir als Chor dürfen Werkzeug sein, dürfen unsere Zuhörer mit unseren Liedern vom Tun und Reden befreien für eine kleine Weile und in ihnen immer wieder von der Zusage singen, dass wir geliebt sind. Welch Privileg, dabei sein zu dürfen!

(Bericht von Diana)

Nach Oben


„Werdet nicht müde,
euch im Herrn zu stärken,
damit auch er
euch Kraft verleihe“

Sirach 24,24

Kraft tanken

Das mit den Blog-Artikeln ist so eine Sache. Ich tu das gern und hab mich vor Monaten doll gefreut, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen. Trotzdem häng ich ab und an echt hinterher – so wie zurzeit.
Dabei ist natürlich einiges passiert. Wir hatten Termine mit dem Chor und proben auch eifrig. Adventskonzerte z.B., drei an der Zahl am Samstag vor dem 3. Advent – eine Tradition schon fast, schließlich war es das 5. Jahr, in dem wir uns auf den Weg machten. 2014 waren wir außerhalb von Celle unterwegs, nämlich in Wietze, Hambühren und Oldau-Ovelgönne. Der Rahmen ist jedes Mal der gleiche, ein kleines halbstündiges Konzert, das auf die wahre Bedeutung dieser oft so hektischen Zeit aufmerksam machen will. Mit Musik und ein bisschen was an Erzählung und das Ganze für einen guten Zweck.
Im Januar bei der Allianz-Gebetswoche war unser Chorleiter am 15.1. mit einem kleinen Gospel-Workshop-Abend dabei, an dem Songs eingeübt wurden für den Abschluss-Gottesdienst der Woche (18.1.). Das durften wir zusammen mit Mitgliedern des Unterlüßer Chores „Cantate Domino“ unterstützen.
Zum Weltfrauentag am 8.3. fand in der Gemeinde Hambühren ein Nachmittag mit Andacht und Vorträgen statt und wir begleiteten den Andachtsteil mit einigen Liedern.
Bethesda-Termine gab es auch, am 17.12. ein Singen für die Mitarbeiter-Weihnachtsfeier im AKH, am 29.1. waren wir zum zweiten Mal im Sophienstift, am 16.2. bei den Senioren der KG Vorwerk und 9.3. bei den Wietzenbrucher Senioren.

Das sind sie also, die Daten unseres Chorlebens nach außen. Und jeder einzelne Termin könnte jetzt eine kleine Beschreibung bekommen und Kommentare dazu, wie gut es jeweils war. Denn, es sei ausdrücklich gesagt, das waren sie alle!
Das will ich aber dieses Mal so nicht. Weil da mehr ist, was diese ganzen Termine ausmacht. Unsere Lieder sind immer gut; der eine mag eher die langsameren, der andere steht auf die schwungvolleren Songs, für jeden ist etwas dabei. Es geht um die Gute Nachricht, um Trost und Getragensein, Glaube, Hoffnung und Liebe. Und dennoch ist selbst bei gleichen Liedern jeder Termin besonders. Es sind die kleinen Momente, die einen Auftritt einmalig machen.

Momente bei den Adventskonzerten, wenn ein Kind der erzählten Geschichte mit offenen Augen und offenem Mund folgt, sich immer mehr aufrichtet, um ja alles mitzukriegen und vor lauter Zuhören glühende Wangen bekommt.
Wenn beim Gottesdienst der Allianz-Gebetswoche die Besucher mitgehen mit den Liedern, den Lobpreis und die Anbetung mitfeiern mit uns. Und auch wenn unsere Chorlis nach so einem Gottesdienst sagen: das war Zeit zum Auftanken, nötig und gut.
Bei Bethesda, wenn Zuhörer sich bedanken, dass wir so etwas für sie tun, extra am Nachmittag zu ihnen in den Seniorenkreis kommen, weil sie doch abends nicht mehr so losgehen könnten.
Wenn wir in einem Lied ganz neu einen Vers mit dem Wort „Hallelujah“ singen und eine Dame einfach aus vollem Herzen mitsingt.
Wenn zu Proben Mitsingende kommen, denen es nicht gut geht gerade und die diese zwei Stunden als Anker in stürmischer Zeit brauchen.
Das ist es, was Auftritte und Chorleben ausmachen in einem Gospelchor, in meinem Gospelchor. 

(Bericht von Diana)